Spitzensport RS

Seit drei Wochen bin ich jetzt in der Spitzensport RS. Zusammen mit 27 anderen Spitzensportler, darunter auch meine Schwester Linda, rückte ich am 29. Oktober in Thun ein. Der erste Tag war vorallem durch… Material fassen geprägt. Spät abends mussten wir mit dem Lastwagen nach Lyss verschieben. Die Fahrt kam mir ewig vor, obwohl sie nur eine Stunde dauerte. Die Temperatur war schon nahe um den Gefrierpunkt und wir hatten alle gefroren. Weil es auf der Ladebrücke nicht so viel Platz hat, sassen wir alle eng aneinander gereiht auf dem Boden. Ins Bett kamen wir erst um Mitternacht und Tagwache war bereits um 05:30 Uhr. Nach einem kurzen Frühstück ging der zweite Tag so richtig los. Wir lernten die ersten militärischen Umgangsformen und packten den Kampfrucksack. Zwischendrin gab es immer wieder Theorien und wie vermutet Wartezeiten. Die ersten Tage waren extrem lang und die Nächte extrem kurz. Gegen Ende Woche waren wir alle erschöpft und ich hatte auch immer wieder Kopfschmerzen, weil ich viel zu wenig trank. Am Donnerstagnachmittag hatten wir das erste Training mit unserem Trainer Bruno Diethelm. Im Training konnten wir den Kopf wieder einmal durchlüften und uns frei bewegen ohne Tarnanzug. Zum Glück können wir jeweils schon am Freitagmittag nach Hause. So haben wir genügend Zeit zum Nachschlafen.

Die zweite Woche ging schon wesentlich schneller vorbei, da wir jeden Nachmittag trainieren konnten. Am Dienstag gingen wir das erste Mal schiessen. Der erste Schuss war ein ganz spezieller Moment den ich sicher nicht so schnell vergessen werde. Ich lag am Boden, hatte das Gewehr an meine Schulter gedrückt, den Zeigefinger am Abzug. Langsam zog ich den Finger nach hinten und plötzlich ging der Schuss von einem lauten Knall begleitet los. So übten wir noch zwei weitere Stunden das Schiessen. Mittlerweile geht es schon ganz gut. Wenn wir nicht im Schiessstand waren, übten wir das Anziehen des ABC Schutzanzugs inklusive Schutzmaske. Hinzu kam noch die militärische Fahrprüfung und das Lernen verschiedenster Reglemente.

Jetzt haben wir bereits die dritte Woche hinter uns. So langsam kommen wir mit dem kurzen Schlaf aus und haben schon den einen oder anderen Kniff herausgefunden. In unserem Spitzensport Zug haben wir einen ausgezeichneten Zusammenhang und haben viel Spass. Zum Glück hat es in der Kaserne Lyss einen super Koch, der uns jeden Tag ein feines Menü zubereitet. Am Sonntagabend startet bereits die vierte und zweitletzte Woche in der Kaserne. Danach werden wir den Rest unserer 18 wöchigen RS in Magglingen verbringen.